26 Jun, 2017
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Viata comunitatii

Die evangelische Kirchengemeinde A.B. Mühlbach

Im Zeitalter der Reformation ist auch die Kirchengemeinde Mühlbach, zusammen mit den anderen Gemeinden der Siebenbürger Sachsen zum Luthertum übergetreten. Auf der Synode von Mediasch im Jahre 1572 verplichtete man sich auch auf das Augsburger Bekenntnis und setzte seither nicht nur das Kürzel A.B. auf alle amtlichen Schriftsstücke, sondern hielt auch getreu an diesem Bekenntnis fest. Die evangelischen Kirche sollte für mehrere Jahrhunderte zur Volkskirche der Siebenbürger Sachsen werden.

Heute leben noch etwa 180 Evangelische im Mühlbach, nachdem sehr viele unserer Brüder und Schwestern nach dem Fall des kommunistischen Regimes nach Deutschland ausgewandert sind. Geblieben ist vor allem die älteren Generationen und Gemeindeglieder, deren Ehegatten Rumänen sind. In diesem Fall sind oft auch die Kinder im Land geblieben, während von den reindeutschen Familien die Kinder meist in Deutschland sind und zu Weihnachten, Ostern oder im Sommer unsere Gottesdienste besuchen. Unsere Gemeinde feiert jeden Sonn- und Feiertag Gottesdienste in deutscher Sprache, sie hat einen Kirchenchor und veranstaltet eine wöchentliche Bibelstunde. Nach dem Erntedankfest und vor Weihnachten besuchen Pfarrer und Kirchendiener alle älteren und kranken Gemeindeglieder und bringen ihnen Päckchen mit Lebensmitteln.

An Kasualien fallen hauptsächlich Beerdigungen an, aber auch einige Trauungen und Taufen. Die Schüler der deutschen Abteilung erhalten Religionsunterricht in deutscher Sprache und die Jugendlichen versammeln sich jeden Freitag zu der Jugendstunde oder zu anderen Aktivitäten. Der Frauenverein näht, stickt, webt und schneidert und betreibt eine Verkaufstelle neben der Kirche. Er empfängt auch Besucher der Kirche.

Unsere Kirchengemeinde finanziert sich hauptsächlich durch Mieteinahmen und Spenden. Wir haben Glück, das vorherige Genarationen gut auf die Liegenschaften der Gemeinde gesorgt hat und die Gemeinde vor der kommunistischen Zeit einiges an Häusern, Anwesen und Grund besessen hat. Diese sind vom kommunistischen Regime enteignet, und nach 1989 allmählich wieder zurückgegeben worden. Allerdings sind in dieser Zeit viele Gebäude verwahrlost und müssen dringend renoviert werden. Andere sind bis heute noch nicht zurückgegeben worden, obwohl die unrechtmäßige Enteignung eindeutig nachgiewesen werden kann.

Wir richten zur Zeit im Pfarrhof in einem ehemals verwahrlosten Gebäude auch zwei Gästezimmer ein und hoffen, das wir im Sommer darin schon Gäste empfangen können.

Wer vorbeikommen möchte, der möge sich bitte über unser Pfarramt anmelden.

Unsere Gemeinde wird durch eine Gemeindevertretung geleitet, in welcher Vertreter der Gemeindeglieder über wichtige Entscheidungen der Gemeinde beraten und bestimmen.

Über alltägliche Verwaltungsangelegenheiten entscheidet unser Presbyterium, welches aus 6 Presbytern besteht und von dem Pfarrer als Vorsitzer geleitet wird.

Als weltliches Gegenüber des Pfarres und als sein Stellvertreter amtiert bei uns ein Kurator, in persona Herr Karl Kraus. Er steht dem Pfarrer beratend zur Seite und ist auch immer bereit einzuspringen und zu helfen, wenn Hilfe gefragt ist. Ebenfalls wichtige Helfer sind auch die beiden Kirchenväter Kristian Dahinten und Mathias Schobel, die darauf achten, das im Gemeindeleben die christlichen Traditionen und gottesdienstlichen Bräuche eingehalten werden, die seit altersher das Leben der Gemeinde kennzeichnen.

So zum Beispiel die Umwanderung des Altars mit der ganzen Gemeinde an Hochfesten, welche vielleicht noch eine Remineszenz der alten Pilgerwege der frühen Christen darstellt. Weitere wichtige Mitglieder des Presbyteriums sind Frau Gerda Mauksch, Frau Helge Albrecht und Frau Annemarie Klos, welche für die Planung und Vorbereitung von Gemeindefesten und anderen Aktivitäten zuständig sind und ihre Aufgabe mit viel Hingabe und Freude erfüllen. An Sonn- und Feiertagen erwartet das Presbyterium den Pfarrer vor dem Gotteshaus und schreitet mit ihm zusammen zum Gottesdienst, nachdem die Glocken, welche die Gläubigen herbeirufen, ausgeklungen sind.

In unserem Pfarramt sind zur Zeit außer dem Pfarrer vier Mitarbeiter tätig. Im Büro arbeitet die Sekretärin Luise Maier, die auch die Gemeindekasse verwaltet. Sie ist während der Amtsstunden wochentagts von 9-13 Uhr im Pfarramt zu finden und nimmt die Anliegen unserer Besucher entgegen. Für die Ordnung in Kirche, Kirchhof und Pfarrhaus, das Läuten der Glocken, für Botendienste und Gästewohnung ist unser Kirchendiener Mircea Ciontea zuständig. Für die Ordnung uns Sauberkeit des Friedhofes und die Vorbereitungen für Beerdigungen verantwortet die Kirchendienerin Gaftea Hoch.

Unser Organist und Chorleiter ist ein junger Musiklehrer namens Sergiu Sandulache. Er ist nicht fest angestellt sondern arbeitet auf Honorarbasis. Für die Jugendarbeit sorgt sich hauptsächlich die Pfarrrin, nach guter alter sächsicher Tradition ehrenamtlich.

Für den guten Ablauf des geistlichen Lebens in der Gemeinde und aller ihrer Aktivitäten, für Religionsunterricht, Seelsorge und Diakonie zeichnet, sowie auch für diesen Bericht, Pfarrer Alfred Rudolf Dahinten.

Mit freundlichen Grüßen,

Allen Lesern.